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Schüler nicht als Geisel für Gewerkschaftsinteressen nehmen

Lehrergewerkschaften und -verbände wollen zuerst in den sächsischen Großstädten, dann flächendeckend im Freistaat Schulen bestreiken lassen. Damit soll der Forderung nach acht Prozent mehr Gehalt im öffentlichen Dienst Nachdruck verliehen werden. Ende vergangenen Jahres hatte Peter Heesen, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes, erklärt, "in Sachsen kann man auch ein paar Streiktage an den Schulen vertragen", denn "die Schülerinnen und Schüler stecken das weg".

Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

Lehrergewerkschaften und -verbände wollen zuerst in den sächsischen Großstädten, dann flächendeckend im Freistaat Schulen bestreiken lassen. Damit soll der Forderung nach acht Prozent mehr Gehalt im öffentlichen Dienst Nachdruck verliehen werden. Ende vergangenen Jahres hatte Peter Heesen, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes, erklärt, "in Sachsen kann man auch ein paar Streiktage an den Schulen vertragen", denn "die Schülerinnen und Schüler stecken das weg".



Dazu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:



"Es ist verantwortungslos, dass sächsische Lehrer ihre Schüler bestreiken sollen, damit Verwaltungsbeamte acht Prozent mehr Geld bekommen. Die sächsischen Schulen sind die Schlachtfelder für Gewerkschaftsinteressen vor allem aus Altbundesländern, die eine viel höhere Beamtenquote haben.



Die Schüler werden in Geiselhaft von Gewerkschaftsbossen wie Peter Heesen genommen, die offenbar keine Ahnung von der sächsischen Schullandschaft haben oder nicht haben wollen. 247.086 Unterrichtsstunden sind im vergangenen Schuljahr an sächsischen Grund- und Mittelschulen sowie Gymnasien ausgefallen - wie Heesen zu der Meinung kommt, da wären auch noch Streiks zu ‚vertragen’ und ‚wegzustecken’, bleibt sein Geheimnis.



Wir haben vollstes Verständnis für berechtigte Forderungen der Lehrer wie die nach einem Ende der Zwangsteilzeit. Doch Streiks an Schulen für höhere Beamtenbesoldungen sind unannehmbar. Natürlich haben Angestellte das Recht zu streiken - die Frage ist aber, ob man jedes Recht ausnutzen muss, wenn es Schwächeren, in dem Fall Schülern, schadet. Was ist mit dem Recht der Schüler auf Bildung? Die Schüler können schließlich auch nicht verbohrte Gewerkschaftsfunktionäre bestreiken."



(Quelle: www.fdp-sachsen.de Dresden/02.02.2009)

3.02.2009