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Zastrow mit 96 Prozent zum FDP-Spitzenkandidaten gewählt

226 FDP-Delegierte votierten für den Landtagsfraktionschef, 9 stimmten gegen ihn

Sachsens FDP-Landeschef Holger Zastrow führt seine Partei erneut als Spitzenkandidat in die Landtagswahl. Der 40-jährige Dresdner wurde auf dem Landesparteitag am Samstag in Pirna mit 96,2 Prozent der Stimmen auf Listenplatz 1 gewählt. 226 FDP-Delegierte votierten für den Landtagsfraktionschef, 9 stimmten gegen ihn, es gab zudem drei ungültige Stimmen.

Zastrow hatte seine Partei bereits zur vorangegangenen Landtagswahl 2004 als Landeschef und Spitzenkandidat angeführt. Damals war der FDP mit 5,9 Prozent nach zehnjähriger Abstinenz die Rückkehr in den Landtag geglückt.

Zuvor hatte Zastrow die Bereitschaft der FDP für ein Regierungsbündnis mit der CDU nach der Landtagswahl am 30. August erklärt. «Wir wollen die SPD-Pinocchios aus der Landesregierung vertreiben. Denn Lügen dürfen sich in der Politik nicht lohnen», sagte Zastrow.

Die Union allein könne jedoch nicht «die Fahne der sozialen Marktwirtschaft hoch halten». Sie brauche einen Partner, «der sie antreibt, Mut hat, unabhängig ist und das in Frage stellt, was sich andere nicht trauen, in Frage zu stellen».

Zugleich wandte sich der FDP-Landtagsfraktionschef unter Verweis auf ein mögliches Bündnis von SPD, Linker und Grünen im Freistaat gegen «neosozialistische Gedankenspielen». Zastrow bekräftigte zugleich das Ziel der FDP, mit zwölf Prozent ihr Stimmenergebnis von 2004 zu verdoppeln.

(Quelle: Nachrichtenagentur ddp vom 31.01.2009

3.02.2009